Weltwassertag 2020

(vom 20.03.2020)

Der Weltwassertag ist ein Ergebnis der Weltkonferenz „Umwelt und Entwicklung“ 1992 in  Rio de Janeiro und wird seit 1993 aufgrund einer Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen jährlich begangen. Der Weltwassertag am 22. März steht in diesem Jahr unter dem Motto "Wasser und Klimawandel“.

An den Klimawandel anpassen

Hitze, Dürre, Sturm, Hagel, Starkregen und Überschwemmung – seit einiger Zeit vergeht kaum ein Jahr in Deutschland ohne extreme Wettereignisse. Die Klimaforschung prognostiziert aufgrund der Klimaveränderung eine Zunahme solcher Ereignisse. Die kommunalen Trinkwasserversorger und Abwasserentsorger können bisher die Wetterextreme weitgehend so kompensieren, dass es nicht zu langfristigen Ver- und Entsorgungsausfällen kommt.

Kommunale Ver- und Entsorger berücksichtigen bereits heute den Klimawandel bei ihren Planungen. Die Anpassung der Ver- und Entsorgungssysteme muss allerdings auf statistisch belastbaren Grundlagen beruhen, da die wasserwirtschaftliche Infrastruktur langfristig geplant und zugleich eines der größten kommunalen Anlagevermögen ist.

„Die VHM ist den Menschen in Hann. Münden und der Region verpflichtet, sie steht  heute aber auch in der Verantwortung für Natur und Klima“, so Jens Steinhoff, Geschäftsführer der VHM. „Damit wir hier in der Region noch mehr für Mensch und Umwelt tun, pflanzen wir zum 100-jährigen Stromjubiläum 5.100 Roteichen auf 10.000 m² im Mündener Stadtwald, denn Klimaschutz beginnt vor der Haustür“, so der kaufmännische Leiter der VHM Marc Pfütz. Jeder Hektar Wald bindet im Jahr rund zehn Tonnen des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid. Das Waldstück, welches zusammen mit dem Mündener Stadtwald aufgeforstet wird, liegt im Bramwald (Hermannshagen). Dieses Waldstück liegt neben einem der Wasserhochbehälter der VHM und wurde mit der Försterin Annika Meier und der VHM deshalb bewusst ausgewählt. Bäume regulieren den Niederschlag und sind Teil des Wasserkreislaufs. An einem einzigen Tag kann ein großer Baum bis zu 370 Liter Wasser aus dem Boden aufnehmen und in die Atmosphäre freisetzen.

Wie kommt das Trinkwasser zum Verbraucher und in welcher Qualität?

Jens Steinhoff Geschäftsführer der Versorgungsbetriebe Hann. Münden GmbH (VHM) klärt zum Tag des Wassers über die Wasserversorgung in Hann. Münden auf: „Die VHM versorgt die Kernstadt Hann. Münden sowie alle Ortsteile mit Wasser. Die zentrale Wasserversorgung ist eine unserer Kernaufgaben, die wir stets auf hohem Niveau und zu jeder Tageszeit erfüllen.  Insgesamt fördert die VHM jährlich über 1,1 Mio. m³ Wasser und transportiert es über ein ca.333 km langes Rohrnetz zu ihren Kunden. So werden fast 25.000 Einwohner mit frischem Trinkwasser in bester Qualität versorgt. In Hann. Münden wird Trinkwasser ausschließlich aus eigenen Brunnen gewonnen, so der technische Leiter Stefan Beer. Wichtigste Förderanlagen sind die Brunnen Wiesenpfad, Kattenbühl, Mielenhausen, Oberode, Klus 1 und Blümer Berg. Diese Anlagen fördern drei Viertel aller notwendigen Trinkwassermengen in Hann. Münden. Im Wasserwerk wird das sogenannte Rohwasser gefiltert und dann in die Hochbehälter transportiert. Wassergewinnung, Analyse, Aufbereitung und die Verteilung des Trinkwassers an den Kunden – all diese Leistungen bewerkstelligt die VHM mit ihrem Fachpersonal und unter dem Einsatz moderner Technik.“

Wie steht es um die Qualität des Trinkwassers?

Unser Trinkwasser in Deutschland ist das am besten kontrollierte Lebensmittel. Überall gelten die gleichen Qualitätsstandards. Die Trinkwasserverordnung ist mit ihren strengen Vorgaben die rechtliche Grundlage, um die Qualität des Trinkwassers zu sichern und zu überwachen. Sie regelt, dass Trinkwasser keine Krankheitserreger oder Stoffe in bedenklichen Konzentrationen enthalten darf und dass es »rein und genusstauglich« sein muss. Die Qualität des Trinkwassers ist exzellent - über 99 Prozent der Proben hält die Grenzwerte ein.

Welche Qualität das Trinkwasser aus der Leitung hat, hängt zudem von der Trinkwasser-Installation im Haus ab. Was viele Verbraucher nicht wissen: Für deren Zustand ist nicht der Wasserversorger zuständig, sondern jeder Hauseigentümer selbst.

Ist das Trinkwasser überall gleich?

Trinkwasser ist ein Naturprodukt und wird zu 70 Prozent aus Grund- und Quellwasser gewonnen.
30 % der Trinkwasserversorgung erfolgt mit Oberflächenwasser, dazu zählen See- und Talsperrenwasser (12 %), angereichertes Grundwasser (9 %) und Uferfiltrat (8 %). Trinkwasser schmeckt in jeder Gegend etwas anders, je nach den Mineralien, die sich aus dem jeweiligen Untergrund im Wasser lösen. Trinkwasser soll zum Genuss anregen, also farblos, klar, kühl sowie geruchlos und geschmacklich einwandfrei sein.

Was können Verbraucher tun, damit weniger Stoffe in der Umwelt landen?

Entsorgen Sie überschüssige Arzneimittel nicht über die Toilette, sondern über den Restmüll oder über gesonderte Schadstoffsammelstellen. Achten Sie beim Kauf von Pflegeprodukten und Reinigungsmitteln auf die Inhaltsstoffe und wenden Sie diese sparsam an. Im privaten Gartenbereich können Sie in der Regel ganz auf chemische Mittel verzichten. Bitte beachten Sie die Anwendungsbestimmungen beziehungsweise die Rechtsgrundlagen. Sollte aktiver Pflanzenschutz erforderlich sein, sollten die vielfältigen Möglichkeiten des alternativen, nichtchemischen Unkrautbekämpfungsverfahrens in Betracht gezogen werden.

Kann ich als Verbraucher die Qualität meines Leitungswassers beeinflussen?

Die Hygiene an den Trinkwasserhähnen im Haushalt können Sie mit ein paar einfachen Regeln selbst beeinflussen:

  • Lassen Sie beispielsweise nach einer längeren Abwesenheit, etwa nach einem Urlaub, erst einmal etwas Wasser laufen, bevor Sie es zum Trinken verwenden. Grundsätzlich gilt: Wasser so lange laufen lassen, bis bei wiederholtem Fühlen mit der Hand keine Temperaturänderung mehr festzustellen und das Wasser möglichst kühl ist.
  • Überprüfen Sie auch regelmäßig den Wasserauslass an Ihren Armaturen (Strahlregler, Perlator) und reinigen Sie diese wie alle anderen Haushaltsgeräte oder tauschen sie im Zweifelsfall aus.
  • Reinigen Sie selbst den Wasserfilter am Wasserzähler (Übergabestelle Wasserversorger an den Kunden) oder machen Sie Ihren Vermieter darauf aufmerksam.

Trinkwasser ist Klimaschutz

  • Der einfachste Durstlöscher ist noch immer das Trinkwasser aus der Leitung. Keine Transportwege, kein umständliches Tragen, keine leeren Flaschen und ein unschlagbar attraktiver Preis von durchschnittlich rund 0,2 Cent pro Liter. Leitungswasser hält jedem Vergleich stand, wie auch die letzten Testergebnisse von Stiftung Warentest (2019) zeigen. 

Für Fragen zur Energie-Wasserlieferung sowie für technische Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiter der VHM gerne telefonisch 05541 707-0, oder persönlich im Werraweg 24, 34346 Hann. Münden zur Verfügung.

Jens Steinhoff

Geschäftsführer

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